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Die Tage werden länger, die Natur zeigt sich grüner denn je. Die warmen intensiven Sonnenstrahlen laden zu einem schönen Bad in der Sonne ein. Was für uns Menschen toll ist kann für unser Geflügel zur Qual werden. Denn anders als wir Menschen kann es nicht einfach sein Federkleid ablegen, wenn es ihm zu warm wird. Zudem ist das, was uns Menschen noch am meisten Kühlung bringt den Vögeln nicht möglich. Denn sie können nicht schwitzen. Und genau aus diesem Grund werden unserem Hausgeflügel schon Temperaturen ab etwa 25 Grad ganz schön anstrengend. Doch wieso eigentlich?

Hierbei muss man bedenken, dass Temperatur nicht gleich Temperatur ist. Für Geflügel ist immer auch die Luftfeuchtigkeit entscheidend. Die Wärmebelastung im Stall hängt sehr von dessen baulichen Gegebenheiten sowie der Lage ab. Der Hitzestress bei Nutzgeflügel wird in der Enthalpie gemessen, diese bezieht sich aber immer auf die Außenluft. So gibt uns die Enthalpie den Wärmeinhalt an - nicht gemessen sondern errechnet - aus der inneren Energie des Systems, dem Druck und dem Volumen. Wichtig ist also nicht nur wie hoch ist die Temperatur am Thermometer ist, sondern auch die Luftfeuchte. Der für Geflügel kritische Bereich liegt hier bei 67 kJ/kg. Bei diesem Wert spricht man von starkem Hitzestress. Doch wenn in der Außenluft der Wert 67 kJ/kg  ist, kann im Stall schon ein Wert von 72 kJ/kg (extremer Hitzestress) erreicht werden. Und wie schon gesagt Temperatur ist nicht alles. Der Enthalpiewert von 67 kJ/kg kann bereits bei einer Außentemperatur von 25 °C und einer relativen Luftfeuchte von 80 % erreicht sein.

Diese Zahlen und die Theorie sind schön und gut doch wirklich wichtig ist es die Tiere und das eigene Stallklima ganz genau im Auge zu behalten. Steigen die Temperaturen steht unser Geflügel, egal welcher Art, vor einem Problem. Es muss den Körperwärmeverlust und die Körperwärmeproduktion im Gleichgewicht halten. Und dies stellt den Metabolismus vor große Anstrengungen. Vögel gleichen Hitze vor allem über die Schnabelatmung aus. Sie hecheln, um aktiv Wärme abzugeben, aufgrund Ihrer mangelnden Transpirationsfähigkeit.

Steigen nun die Temperaturen steigt auch die Atemfrequenz. Aufgrund dieser erhöhten Frequenz sowie dem hohen Verlust an CO² verändert sich der PH-Wert im Blut und auch das Säure-Basen-Gleichgewicht kommt aus dem Lot. Dies führt unweigerlich zu Stress. Stress setzt im Tier die Stresshormone frei, welche in hohem Maße freie Radikale sowie Reaktive Sauerstoffspezies (Sauerstoffradikale welche zu Zellschädigungen und Zelltod führen) freisetzen. Diese Sauerstoffhaltigen Moleküle sind sehr reaktionsfreudig und führen meist zu einer Immunsuppression (Unterdrückung des Immunsystems) im Tier. 

Die Folgen sind vielfach und meist nicht mehr aufzuholen. Die Futteraufnahme ist reduziert (zum Glück da bei der Futterverwertung Wärme erzeugt wird), die Futterverwertung, Legeleistung, Eischalenqualität sowie die Fleischqualität verschlechtern sich. Die Tiere werden Krankheitsanfälliger und die Mortalität steigt deutlich. 

Alles in Allem sollte man Hitze also nicht auf die leichte Schulter nehmen und vorbereitet in die warmen Tage gehen. Und solch eine Vorbereitung ist sehr umfassend und nicht mit einem Sack Vitamin C in Pulverform getan. Ein ganzes Hitzemanagement steht vor dem Sommer. 

Wie so etwas aussieht? Das erkläre ich in meinem nächsten Teil.

 

Interessiert an weiteren Informationen zum Hitzemanagement?

Nehmen Sie Kontakt mit Carola Basmer auf: c.basmer@schippers.eu 

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